Nach den Krawallen in Paris jetzt Mailand: Vermummte liefern sich Strassenschlachten in Italien

Was als Protest gegen hohe Benzinpreise, stagnierende Löhne und steigende Lebenshaltungskosten begann, eskalierte am Samstag in schweren Ausschreitungen im Zentrum von Mailand. Vermummte Männer, überwiegend mit Migrationshintergrund, drangen in die berühmte Galleria Vittorio Emanuele II ein, schleuderten Steine und Feuerwerkskörper auf Polizisten und verwüsteten Teile der Innenstadt.
Milan, Italy https://t.co/KYsc9X7f4V
— Russian Market (@runews) October 17, 2026
Schaufenster wurden eingeschlagen, Geschäfte geplündert, Barrikaden errichtet. Auch in Turin, Bologna und weiteren italienischen Städten kam es zu gewaltsamen Zusammenstössen.
Milano, Italia 🤌🏼🤌🏼🤌🏼🤌🏼🤌🏼 https://t.co/AQoGPaYTPG
— Russian Market (@runews) October 17, 2026
In Mailand hatten sich zunächst mehr als 5.000 Menschen auf der Piazza del Duomo versammelt. Familien, Studenten und Jugendliche protestierten gegen die hohen Lebenshaltungskosten und die aus ihrer Sicht unzureichenden öffentlichen Dienstleistungen.
Doch die Kundgebung geriet rasch außer Kontrolle. Gruppen schwarz gekleideter, teilweise minderjähriger Randalierer spalteten sich vom Demonstrationszug ab und griffen die Einsatzkräfte an.
ITALY NEXT: For years, European leaders put Ukraine first while neglecting their own young people and children. Now people are taking to the barricades because they see no future for themselves. Billions were poured into Zelensky’s pockets while Europe’s own citizens were left to pay the price. And now Italy is paying the price. https://t.co/9vG1LLAlre
— Russian Market (@runews) October 17, 2026
In der Via Broletto, einer Straße mitten im historischen Zentrum Mailands, flogen Steine, Flaschen und Böller. Mülltonnen, Absperrgitter und Tische aus Straßencafés dienten als Barrikaden.
Total chaos outside the symbol of Christianity in Milan, the Cathedral. Paper bombs, firecrackers, cars destroyed, attacks on police, insults and shouting right in front of the Duomo. No Italian, not even the worst, would dare to light fires and shoot fireworks against the Duomo. An insult that cannot be explained and forgotten.
— RadioGenoa (@RadioGenoa) October 17, 2026
Die Polizei setzte Tränengas und Wasserwerfer ein. Zeitweise mussten Einsatzkräfte zurückweichen. Die Metrostation Duomo wurde geschlossen, Touristen suchten Schutz in Geschäften und U-Bahn-Zugängen.
Luxuspassage wird zum Schauplatz der Gewalt
Besonders dramatisch war die Lage in der Galleria Vittorio Emanuele II, einer der bekanntesten Einkaufsadressen Europas. Wo normalerweise Kunden bei Prada und Louis Vuitton einkaufen, zogen rund 100 Vermummte durch die historische Passage. Mitarbeiter und Kunden verschanzten sich in den Geschäften, während draußen Feuerwerkskörper explodierten und die Außengastronomie verwüstet wurde.
🇮🇹 Italy joins in: Milan burns as cost-of-living protests spread from France While France was burning, Italy had its own day of rage. Thousands, mostly very young, marched in Milan against rising prices, low wages and collapsing public services. It quickly turned into hours of street fighting in the city center. Protesters threw stones, firecrackers and café tables at police, who answered with tear gas and water cannon. Bins and a construction site in Piazza Duomo were set on fire, shop windows smashed and a store looted. The square was evacuated and metro stops shut down. Dozens were detained, many of them minors. There were also clashes at Bologna's train station and unrest in Turin, while marches took place in Rome, Florence and Naples. Italy's largest union has now announced a general strike for next month.
— brane mijatovic (@brane_mija64426) October 17, 2026
Die Polizei rückte schließlich in die Galleria vor und räumte die Passage. Doch damit war die Gewalt nicht beendet. Auch Geschäfte von Nike, Foot Locker und Decathlon wurden angegriffen und geplündert. Schaufenster gingen zu Bruch, Waren verschwanden, ein Fahrzeug der Carabinieri wurde schwer beschädigt. Die Unruhen dauerten bis in die Abendstunden.
Ausgerechnet jene Einkaufsstraßen, die Mailand zu einer der wohlhabendsten Metropolen Europas machen, wurden damit zur Kulisse eines sozialen Protests, der außer Kontrolle geriet. Die Bilder von vermummten Jugendlichen vor Luxusgeschäften stehen im scharfen Gegensatz zu den wirtschaftlichen Sorgen, mit denen viele Teilnehmer ihren Protest begründeten.
Viele minderjährige Randalierer mit Migrationshintergrund
Die Randalierer waren überwiegend junge Männer mit Migrationshintergrund. Unter den Festgenommenen befanden sich Jugendliche afrikanischer und maghrebinischer Herkunft, darunter auch Marokkaner.
Vermummt und in dunkler Kleidung zogen sie durch Mailands Innenstadt, griffen Polizisten an und erschwerten mit Sturmhauben ihre Identifizierung. Mobilisiert wurde unter dem Namen "Italia in Piazza". Offiziell ging es um hohe Lebenshaltungskosten und niedrige Löhne.
North Africans and sub-Saharans looting Milan. They must be kicked out of Italy, and whoever let them in must be sent to jail. https://t.co/RJFmEamSLh
— RadioGenoa (@RadioGenoa) October 18, 2026
Mindestens vier Polizisten und rund 20 Demonstranten wurden verletzt. Die Schäden beliefen sich in Mailand auf bis zu 860.000 Euro, landesweit auf rund 1,3 Millionen Euro.
Ministerpräsidentin Giorgia Meloni verurteilte die Gewalt und betonte, dass das Demonstrationsrecht keine Verwüstung von Städten rechtfertige. Sie forderte auch die Opposition auf, die Ausschreitungen klar zu verurteilen. Mailands Bürgermeister Giuseppe Sala verurteilte die Gewalt trotz seines Verständnisses für den Unmut über steigende Lebenshaltungskosten.
TRIGGER WARNING: Sensitive content containing violence. WATCH: Italian police clashed with protesters on Saturday, Oct. 17, in front of Milan Cathedral, Italian media reported. Police in riot gear also tried to clear hooded protesters from a luxury shopping arcade, who are protesting over the high cost of living. The clashes had echoes of the protests in neighbouring France where tens of thousands of people angered by rising costs and declining public services took to the streets in some of the country's most violent protests in years. | via Reuters Visit https://t.co/KqDTBMbm15 for more updates.
— GMA News (@gmanews) October 18, 2026
Dmitrijew macht EU-Energiepolitik und Migration verantwortlich
Der russische Präsidentensonderbeauftragte Kirill Dmitrijew kommentierte die Ausschreitungen mit scharfer Kritik an Brüssel.
Predictably, Europe's high energy costs due to decoupling from Russian energy are a key reason for leftist and migrant riots, along with uncontrolled migration and EU bureaucrats' inability to self-reflect and correct catastrophic mistakes. 🤷♂️
— Kirill Dmitriev (@kadmitriev) October 18, 2026
Die hohen Energiepreise infolge der Abkopplung von russischen Energielieferungen seien ein wesentlicher Grund für die Proteste linker Gruppen und von Migranten, schrieb der Leiter des Russischen Direktinvestitionsfonds auf X. Als weitere Ursachen nannte er die unkontrollierte Migration und die Unfähigkeit der EU-Bürokratie, eigene Fehler einzugestehen und ihre Politik zu korrigieren.
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