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Liveticker Ukraine-Krieg – Moskau: Truppenabzug aus Donbass würde Konfliktlösung beschleunigen

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg – Moskau: Truppenabzug aus Donbass würde Konfliktlösung beschleunigenQuelle: TASS © Donat Sorokin
  • 1.07.2026 22:00 Uhr

    22:00 Uhr

    Damit beenden wir für heute den Live-Ticker zur Lage im Ukraine-Konflikt. Morgen früh ab 7 Uhr geht es mit der Berichterstattung weiter. Wir wünschen unseren Lesern trotz aller Spannungen in der Welt eine gute Nacht!

  • 21:55 Uhr

    Syrski: "Putin prüft Optionen für Offensiven auf Kiew"

    In einem am 30. Juni 2026 veröffentlichten Interview für den ukrainischen Fernsehsender TSN hat der Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Alexander Syrski, erklärt, dass der russische Präsident Wladimir Putin den russischen Generalstab angewiesen habe, "verschiedene Optionen für eine Offensive auszuarbeiten, darunter auch die Einnahme von Kiew."

    Eine dieser Optionen, die angeblich geprüft würden, soll "auch von weißrussischem Territorium ausgehen." Syrski bezweifelte jedoch, dass Minsk "das eigene Staatsgebiet dafür nutzen und sich einmischen" werde.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 21:45 Uhr

    Moskau: Abzug ukrainischer Truppen aus Donbass würde Konfliktlösung beschleunigen

    Die Ukraine müsse ihre Truppen aus dem Donbass abziehen, um den Konflikt mit Russland beizulegen. Dies erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bei einem Briefing. Die Übertragung wurde vom Ministerium auf seinem RuTube-Kanal ausgestrahlt.

    Sacharowa betonte, der ukrainische Außenminister Andrei Sibiga solle "die Lage nüchtern betrachten, aufhören, unangemessene Forderungen zu stellen, und die ukrainischen Streitkräfte aus dem Donbass abziehen, was die Einstellung der Kampfhandlungen beschleunigen würde".

    Die Sprecherin des russischen Außenministeriums unterstrich zudem, Russland werde mit einer Seite verhandeln, die verantwortungsvoll an die Frage einer gerechten und dauerhaften Lösung herangehe und konstruktive Vorschläge unterbreite. Diese müssten laut Sacharowa "die Realitäten vor Ort, die Ergebnisse der vorangegangenen Verhandlungsrunden, die Ergebnisse des russisch-amerikanischen Gipfels in Alaska sowie die grundsätzliche Position Russlands zur endgültigen Lösung des Konflikts auf Grundlage der unwiderruflichen Beseitigung seiner Ursachen" berücksichtigen.

    Ende März 2026 hatte der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij erklärt, Russland habe der Ukraine zwei Monate Zeit gegeben, um ihre Truppen aus dem Donbass abzuziehen und damit Frieden zu erreichen. Der Kreml forderte die Ukraine Anfang April daraufhin auf, eine solche Entscheidung "bereits gestern" zu treffen.

  • 21:34 Uhr

    Sacharowa: USA haben Russland nicht über Änderung ihrer Ukraine-Position informiert

    Washington hat Moskau nicht über eine Änderung seiner Haltung zur Beilegung des Ukraine-Konflikts informiert. Dies erklärte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, bei einem Briefing.

    Sie erinnerte daran, dass die Seiten beim Gipfel in Anchorage informelle Vereinbarungen zur Konfliktlösung erzielt hätten. Laut Sacharowa habe die US-Seite Russland trotz der Versuche von EU-Vertretern, Washington zu einer Regelung nach den Bedingungen Kiews zu bewegen, keine Kursänderung signalisiert.

    "Die Amerikaner haben in bilateralen Kontakten keine Änderung ihrer Position mitgeteilt. Dass US-Präsident Donald Trump grundsätzlich bestrebt ist, zur Lösung beizutragen, hat keine Zweifel hervorgerufen."

    Zuvor hatte der russische Außenminister Sergei Lawrow erklärt, die Europäer versuchten, Washington vom Kurs auf eine Ukraine-Regelung abzubringen, um Zeit für ihre eigene Aufrüstung und die Stärkung der ukrainischen Streitkräfte zu gewinnen. Seinen Worten zufolge sei bereits "vor einiger Zeit" deutlich geworden, dass die USA "diesem Druck nachgeben".

  • 21:22 Uhr

    Kiew fordert weitere 6,6 Milliarden Euro von der EU

    Die Ukraine sieht sich weiterhin mit erheblichen Finanzierungslücken im Verteidigungsbereich konfrontiert. Trotz laufender EU-Hilfen und Kreditprogramme bleibt der Finanzbedarf hoch, weshalb Kiew zusätzliche Milliardenmittel aus europäischen Fonds fordert.

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

  • 21:11 Uhr

    Gebiet Dnjepropetrowsk: Russische Truppen erreichen östlichen Ortsrand von Pokrowskoje  

    Russische Truppen sind bis an den östlichen Ortsrand von Pokrowskoje im Gebiet Dnjepropetrowsk vorgedrungen. Dies erklärte der Militärexperte Andrei Marotschko während einer Liveübertragung im sozialen Netzwerk VKontakte. Er sagte:

    "Wir haben unseren Erfolg nach der Befreiung der Ortschaft Dobropassowo weiter ausgebaut und den östlichen Ortsrand von Pokrowskoje erreicht. Zudem gibt es weitere kleinere Fortschritte im Raum Bogodarowka und Pissanzy."

  • 20:55 Uhr

    LVR: Zwei Verletzte nach ukrainischem Drohnenangriff auf Melowoje 

    Bei einem Drohnenangriff der Ukraine auf Melowoje in der Lugansker Volksrepublik (LVR) sind zwei Menschen leicht verletzt worden. Das teilte Republikchef Leonid Passetschnik auf der Plattform Max mit.

    "Ukrainische Drohnen haben erstmals den Munizipalbezirk Melowoje angegriffen. Der zynische Angriff am frühen Morgen richtete sich gegen Wohnhäuser und schlafende Menschen. Glücklicherweise gab es keine Todesopfer. Zwei Menschen wurden leicht verletzt und medizinisch versorgt."

    Nach seinen Angaben wurden in Melowoje rund zehn Wohnhäuser sowie mehrere weitere Häuser im benachbarten Dorf Welikozkje beschädigt.

  • 20:30 Uhr

    Präsidentenberater Estlands: Tallinn bereit, mit Kiew Angriffe auf Sankt Petersburg zu koordinieren

    Der nationale Sicherheitsberater des estnischen Präsidenten, Madis Roll, hat erklärt, Estland sei bereit, gemeinsam mit den ukrainischen Streitkräften Angriffe auf Sankt Petersburg zu koordinieren. Dies gaben die Blogger Wowan und Lexus bekannt, die Roll als Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrates der Ukraine, Rustem Umerow, angerufen hatten. Demnach sagte Roll während des Telefonats:

    "Ich hoffe, dass ich helfen kann, falls es zu Koordinationsproblemen kommen sollte. Bitte lassen Sie es uns wissen. Ich bin mir sicher, dass unsere Verteidigungsminister in dieser Angelegenheit bereits in Kontakt stehen und entsprechende Anstrengungen unternehmen."

    Gleichzeitig schob er die Verantwortung für die Vorfälle mit ukrainischen Drohnen im Baltikum auf Moskau.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 20:14 Uhr

    Russische Luftabwehr schießt tagsüber 133 ukrainische Drohnen ab

    Die russische Luftabwehr hat nach Angaben des Verteidigungsministeriums zwischen 8.00 Uhr und 20.00 Uhr Moskauer Zeit insgesamt 133 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Dem Ministerium zufolge wurden die Drohnen über den Gebieten Belgorod, Brjansk, Kaluga, Kursk, Orjol, Rostow, Rjasan, Saratow, Smolensk, Twer und Tula sowie über der Region Moskau, den Regionen Stawropol und Krasnodar, den Republiken Baschkortostan und Kalmückien sowie über dem Asowschen Meer abgeschossen.

  • 20:00 Uhr

    Europa will keinen Frieden in der Ukraine

    Brüssel solle nicht so tun, als strebe es verzweifelt die Aufnahme von Friedensverhandlungen zur Ukraine an, sagt die finnische Außenministerin Elina Valtonen. Ihren Worten zufolge seien die europäischen Länder keine neutralen Vermittler, da sie die Ukraine unterstützten.

    Mehr dazu in dieser Analyse von Adelina Wischnewskaja und Dmitri Runkewitsch.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.