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Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift massiv ukrainische Energieinfrastruktur an

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
Liveticker Ukraine-Krieg: Russland greift massiv ukrainische Energieinfrastruktur anQuelle: AP © Jean-Francois Badias
  • 30.09.2026 20:20 Uhr

    20:20 Uhr

    Russische Luftabwehr zerstört binnen eines Tages 123 ukrainische Drohnen

    Die russische Luftabwehr hat zwischen 8 und 20 Uhr Moskauer Zeit 123 ukrainische Starrflüglerdrohnen abgefangen und zerstört, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Die Drohnen wurden über den Gebieten Kursk, Brjansk, Belgorod, Kaluga, Orjol, Tjumen und Smolensk, dem Gebiet Moskau und der Region Perm, der Teilrepublik Krim sowie über dem Schwarzen Meer abgeschossen.

  • 19:53 Uhr

    Vier Verletzte bei ukrainischen Angriffen im Gebiet Belgorod

    Im Bezirk Waluiki des Gebiets Belgorod wurden zwei Frauen verletzt, als eine Drohne einen Kleintransporter angriff. Eine erlitt Splitterwunden an Hand und Knie, die andere ein Minenexplosionstrauma, teilte der regionale Einsatzstab mit. In Schebekino wurden zudem ein Mann und eine Frau durch die Detonation eines Sprengsatzes verletzt.

    Weitere FPV-Drohnenangriffe beschädigten mehrere Autos, Wohnhäuser und Wirtschaftsgebäude in den Bezirken Waluiki, Schebekino, Krasnaja Jaruga, Belgorod und Graiworon. In mehreren Fällen wurden Dächer, Fenster und Zäune beschädigt. Im Bezirk Borissowka beschädigte eine FPV-Drohne eine Gasleitung.

  • 19:22 Uhr

    Schwarzes Meer: Russland greift Frachtschiff mit Militärgütern für die Ukraine an

    Die russischen Streitkräfte setzen ihre Angriffe auf Schiffe fort, die im Interesse der ukrainischen Streitkräfte eingesetzt werden, teilte das russische Verteidigungsministerium mit. Demnach wurde heute im Schwarzen Meer ein Frachtschiff mit Militärgütern für ukrainische Einheiten durch einen Drohnenangriff getroffen.

  • 18:55 Uhr

    Notstromabschaltungen in Kiew und drei ukrainischen Gebieten wegen beschädigter Energieinfrastruktur

    In Teilen Kiews sowie in den Gebieten Kiew, Tschernigow und Schitomir sind wegen erheblicher Schäden an der Energieinfrastruktur Notstromabschaltungen eingeführt worden, teilte das ukrainische Energieministerium mit. Grund sei eine Überlastung der Anlagen infolge der Beschädigungen. In Schitomir seien zudem die Wasserwerke außer Betrieb.

  • 18:21 Uhr

    Puschilin: Ukrainische Truppen griffen vor Staatsduma-Wahl 16 Wahlkommissionsgebäude in der DVR an

    Während der Vorbereitungen auf die Staatsduma-Wahlen in der Volksrepublik Donezk haben ukrainische Streitkräfte 16 Gebäude angegriffen, in denen Bezirkswahlkommissionen untergebracht waren, teilte Republikchef Denis Puschilin bei einer Bürger-Fragestunde mit. Zudem hätten ukrainische Truppen versucht, während der Wahlen das Energiesystem der Region lahmzulegen, so der Republikchef.

  • 17:53 Uhr

    Berater Selenskijs: Die ganze Ukraine könnte durch neue russische Drohnen ohne Strom bleiben

    Russland hat nach Angaben des ukrainischen Präsidentenberaters mit dem Rufnamen "Flesch" erstmals eine strahlgetriebene Drohne mit einem speziellen Gefechtskopf zur Zerstörung von Hochspannungsmasten und Metallbrücken eingesetzt. Der Berater behauptet, Russland plane offenbar, gezielt wichtige Hochspannungsleitungen weiter anzugreifen, wodurch die ganze Ukraine ohne Strom bleiben könnte.

  • 17:26 Uhr

    Bloomberg: Kiew verhandelt über Kauf zehntausender Geschosse für F-16-Kampfjets

    Nach Informationen von Bloomberg bemüht sich die Ukraine um den Kauf "zehntausender" 20-mm-Geschosse für die Bordkanonen ihrer F-16-Kampfjets. Im Gegensatz zu den Raketen für das Patriot-Luftabwehrsystem sind derartige Geschosse in zahlreichen Ländern verfügbar; Kiew benötigt diese jedoch in "enormen Mengen". Mit welchen konkreten Ländern und Unternehmen verhandelt wird, nennen die Bloomberg-Quellen nicht.

  • 16:57 Uhr

    Selenskijs Ex-Sprecherin: Ukraine hat erstmals seit 100 Jahren keinen Stahl produziert

    Die Ukraine habe im September erstmals seit 100 Jahren eine ganze Woche lang keinen Stahl produziert, da große Hüttenwerke infolge russischer Attacken stillgestanden hätten. Dies erklärt Julia Mendel, die ehemalige Pressesprecherin von Wladimir Selenskij. Auf X schreibt sie: 

    "Im September produzierte die Ukraine eine Woche lang überhaupt keinen Stahl – zum ersten Mal seit 100 Jahren. Nach massiven russischen Angriffen stehen die großen Werke still. Hochöfen sind beschädigt. Die Wiederinbetriebnahme eines einzigen Ofens kostet mindestens 50 Millionen Dollar. Der Bau eines neuen kostet rund 500 Millionen Dollar."

    Ferner merkt sie an, dass es in der Ukraine an einer staatlichen Strategie für die weitere Arbeit oder die Wiederbelebung der Branche fehle. 

    "Sollte dieser Industriezweig verschwinden – was genau bleibt dann noch, um den Staat zu stützen?"

  • 16:25 Uhr

    Ukrainische Drohne trifft Kunstschule im Gebiet Saporoschje

    Ukrainische Streitkräfte haben mit einer Drohne die Kunstschule in der Siedlung Kuibyschewo im Gebiet Saporoschje getroffen, teilte der Leiter des Bezirks Kuibyschewo, Kirill Below, mit. Beschädigt wurden eine Malklasse und der Lesesaal der Bibliothek. Kinder seien nicht verletzt worden, da der Unterricht erst nachmittags beginne. Below wertete den Angriff als gezielte Tat gegen Kinder, zumal sich gegenüber der Kunstschule eine allgemeinbildende Schule befinde.

    Zudem wurden ein Einfamilienhaus und ein landwirtschaftlicher Betrieb schwer beschädigt, zivile Technik wurde zerstört.

  • 15:58 Uhr

    Frontbericht: Kiew verliert an einem Tag mehr als 1.500 Kämpfer

    Im Frontbericht des russischen Verteidigungsministeriums vom Mittwoch heißt es, dass die Ukraine in den vergangenen 24 Stunden etwa 1.505 Soldaten verloren hat. 

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Nord beliefen sich die Verluste der ukrainischen Truppen auf mehr als 340 Soldaten. Zudem zerstörte das russische Militär drei gepanzerte Kampffahrzeuge und 25 Autos. 

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands West verlor das ukrainische Militär mehr als 200 Kämpfer. Zusätzlich eliminierten die russischen Soldaten ein gepanzertes Kampffahrzeug vom Typ HMMWV aus US-Produktion, 13 Autos, drei Feldartilleriegeschütze und eine Station für elektronische Kampfführung vom Typ Anklaw.

    Im Abschnitt des Truppenverbands Süd büßten die ukrainischen Streitkräfte über 195 Kämpfer ein. Zudem wurden ein gepanzertes Kampffahrzeug vom Typ Senator aus kanadischer Produktion, 20 Autos und ein Artilleriegeschütz neutralisiert.

    Im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Mitte erlitten die Kiewer Truppen einen Verlust von mehr als 455 Kämpfern. Überdies setzte die russische Armee ein gepanzertes Kampffahrzeug, acht Autos und eine Station für elektronische Kampfführung außer Gefecht.  

    Durch entschlossene Aktionen des Truppenverbands Ost mussten die ukrainischen Streitkräfte Verluste von mehr als 280 Soldaten hinnehmen. Ferner eliminierte das russische Militär in diesem Operationsbereich vier Autos.

    Die Verluste der ukrainischen Armee im Zuständigkeitsbereich des Truppenverbands Dnjepr beliefen sich auf etwa 35 Soldaten. Außerdem wurden sieben Autos zerstört. 

    Kampfflugzeuge, Drohnen, Raketentruppen und Artillerie der russischen Streitkräfte haben Lager für Munition, Elektronikausrüstung und Drohnen sowie Objekte der Transportinfrastruktur angegriffen, die von den Streitkräften der Ukraine genutzt werden. Vorübergehende Stationierungsorte der bewaffneten Formationen der ukrainischen Armee und ausländischer Söldner wurden in 154 Bezirken ebenfalls getroffen. 

    Russische Luftabwehrkräfte schossen drei gelenkte Bomben, ein HIMARS-Geschoss aus US-Produktion und 768 Starrflüglerdrohnen ab. 

    Seit dem Beginn der militärischen Sonderoperation wurden insgesamt 674 gegnerische Flugzeuge, 284 Hubschrauber, 248.344 unbemannte Luftfahrzeuge, 672 Flugabwehrraketensysteme, 31.079 Panzer und gepanzerte Kampffahrzeuge, 1.783 Mehrfachraketenwerfer, 36.594 Feldartillerie- und Mörsergeschütze sowie 73.244 militärische Spezialfahrzeuge außer Gefecht gesetzt.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.