
Erstmals wieder US-Angriff auf iranische Ziele - Teheran reagiert mit Attacke auf US-Militärbasen
Das US-Militär hat laut Mitteilung des zuständigen US-Militärkommandos CENTCOM erstmals seit Wochen wieder iranisches Staatsgebiet angegriffen. Dabei seien militärische Ziele auf der Insel Larak in der Straße von Hormus beschossen worden. Die Regierungsbehörde in Teheran erklärte am Montagmorgen, dass als umgehende Reaktion US-Stützpunkte in Jordanien und militärische Ziele der USA auf dem Luftwaffenstützpunkt Al Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) angegriffen wurden.

Die US-Streitkräfte haben laut einem X-"Faktencheck" seitens der US-CENTCOM-Pressestelle "begrenzte, gezielte Maßnahmen gegen Minenlegeeinheiten der IRGC ergriffen", die laut Wahrnehmung des Pentagons in der Straße von Hormus "eine unmittelbare Bedrohung" darstellten. Wörtlich heißt es in dem X-Beitrag weiter den Angriff rechtfertigend:
"Im Grunde genommen hat Iran diese Bedrohung geschaffen, und das US-Militär hat sie beseitigt, um zivile Seeleute, die Handelsschifffahrt und den freien globalen Handelsverkehr zu schützen."
Die daraufhin erfolgte Unterstellung seitens Teherans, hinsichtlich eines "aggessiven Vorgangs" seitens Washingtons, sei daher "falsch".
🚫CLAIM: Iran’s Islamic Revolutionary Guard Corps (IRGC) claimed in a recent statement that strikes by U.S. forces to prevent the IRGC from placing mines in the Strait of Hormuz were an “act of aggression.” This claim is absolutely FALSE.
— U.S. Central Command (@CENTCOM) August 31, 2026
✅FACT: U.S. forces took limited,… pic.twitter.com/XLx8xNTHto
Das Nachrichtenportal Axios sowie die Sender Fox News und CBS News berichteten von Angriffen auf "zwei Raketenabschussrampen auf der Insel Larak".
In einer seitens der IRNA-Agentur veröffentlichten Erklärung vom Montagmorgen teilte die Pressestelle der iranischen Armee demgegenüber mit, dass "der amerikanische Stützpunkt als Vergeltungsmaßnahme für die Tötung von Angehörigen des Korps der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC) und Zivilisten bei dem US-Angriff auf die iranische Insel Larak am Sonntag angegriffen worden sei." Wörtlich lautet das Zitat:
"Seit den frühen Morgenstunden hat die IRGC-Armee mit Dutzenden von Sprengdrohnen Ziele angegriffen, an denen US-Militärhubschrauber und -Personal auf dem Stützpunkt Al Minhad in den Vereinigten Arabischen Emiraten stationiert sind."
Das VAE-Verteidigungsministerium wies daraufhin die Behauptungen Teherans und diesbezügliche Berichte zurück, wonach der Luftwaffenstützpunkt Al Minhad Ziel von Raketenangriffen geworden gewesen sei. In der Erklärung, die auch auf X präsentiert wurde, erklärte das Ministerium, die Medienberichte "sind falsch".
Ministry of Defence Denies Reports of Attack on Al Menhad Air Base
— وزارة الدفاع |MOD UAE (@modgovae) August 31, 2026
The Ministry of Defence has denied media reports claiming that Al Menhad Air Base was targeted by missiles, confirming that such reports are false.
The Ministry affirmed that the Armed Forces remain on a high… pic.twitter.com/qVdCiYbNq2
Laut IRNA-Darlegung sei die US-Militärbasis "eine Militäranlage südlich von Dubai", die als "wichtiger Logistik- und Luftverkehrsknotenpunkt für ausländische Streitkräfte" gelte.
In einer zweiten IRGC-Erklärung am frühen Montag teilte die Pressestelle mit, dass eine militärische Operation "auf technische und Wartungsinfrastruktur" in Jordanien abgezielt habe, auf der "feindliche Kampfflugzeuge auf den Luftwaffenstützpunkten King Hussein und Al Azraq stationiert waren", so die Darlegungen. In der Erklärung hieß es weiter, dass bei dieser Operation "ballistische Raketen" zum Einsatz gekommen seien, wobei die Angriffe "den Zielen schweren Schaden zugefügt" hätten.
In der zurückliegenden Woche hatte US-Präsident Donald Trump erneut mit Angriffe auf Gebiete in Iran gedroht, dabei jedoch von der "Zerstörung von Schiffen und Booten" gesprochen, die in der Straße von Hormus neue Seeminen verlegen könnten. Er verwies auf eine ausgerufene "Nulltoleranzpolitik" bei der Verminung der Meerenge durch iranische Seekräfte, nachdem er bereits Mitte April ähnliche Drohungen ausgesprochen hatte.
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