Nahost

Biden: Hamas-Angriff auf Israel war schlimmer als "9/11"

Bei seinem Israel-Besuch überschlug sich der US-Präsident förmlich in seinen Solidaritätsbekundungen. Gleichzeitig warnte Biden die Israelis, auf der Suche nach Gerechtigkeit keine Fehler zu machen. Am Ende werde es Frieden nur mit einer Zwei-Staaten-Lösung geben.
Biden: Hamas-Angriff auf Israel war schlimmer als "9/11"Quelle: www.globallookpress.com © Avi Ohayon/Israel Gpo/Keystone Press Agency

US-Präsident Joe Biden hat während seines Israel-Besuchs am Mittwoch erklärt, dass der Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober schlimmer gewesen sei als die Terroranschläge auf New York und Washington am 11. September 2001, und versprach, dass Amerika "immer" an der Seite des jüdischen Staates stehen werde.

Mindestens 31 Amerikaner waren unter den "mehr als 1.300 unschuldigen Israelis", sagte Biden, ebenso "abgeschlachtete Kinder, ganze Familien massakriert, Vergewaltigungen, Enthauptungen, lebendig verbrannte Leichen". Biden verglich die Hamas außerdem mit dem Islamischen Staat (IS) und ihre Gräueltaten mit dem "reinen, unverfälschten Bösen", das nicht rationalisiert oder entschuldigt werden könne. 

"Seit dieser Terroranschlag stattgefunden hat, wird er als Israels 11. September bezeichnet. Aber für eine Nation von der Größe Israels war es wie fünfzehn 11. Septembers. Das Ausmaß mag anders sein, aber ich bin sicher, dass diese Schrecken in Israel eine Art Urgefühl ausgelöst haben, so wie es in den USA der Fall war."

Biden forderte die Israelis auf, sich nicht von der "alles verzehrenden Wut", die sie sicherlich empfinden, auffressen zu lassen, und wies darauf hin, dass die Amerikaner nach dem 11. September ebenfalls wütend waren, "und während wir Gerechtigkeit suchten und sie auch bekamen", habe man auch "Fehler" gemacht.

Biden: Frieden nur mit "Zwei-Staaten-Lösung"

Weiter merkte Biden an, dass die Hamas "nicht das palästinensische Volk" vertrete, das ebenfalls sehr leide. Die Menschen im Gazastreifen bräuchten "Lebensmittel, Wasser, Medikamente und Unterkünfte", und die USA hätten Israel gebeten, humanitären Lieferungen aus Ägypten in das palästinensische Gebiet zuzustimmen – vorausgesetzt, sie würden kontrolliert und gingen nicht an die Hamas.

Die USA haben 100 Millionen Dollar an neuer humanitärer Hilfe für den Gazastreifen und das Westjordanland zugesagt, um mehr als eine Million vertriebene und vom Konflikt betroffene Palästinenser zu unterstützen, kündigte Biden an. Laut dem US-Präsidenten werde es Frieden nur mit einer "Zwei-Staaten-Lösung" geben, und die jüngsten Anschläge hätten ihn in seinem "Engagement und seiner Entschlossenheit" bestärkt, dies zu erreichen.

"Ihr seid nicht allein. Solange die USA stehen – und das werden wir immer tun – werden wir euch nicht allein lassen", sagte Biden vor den israelischen Zuhörern und schloss mit den Worten: "Israel wird heute, morgen und für immer ein sicherer, jüdischer und demokratischer Staat sein."

Mehr zum Thema – Forderung nach Waffenstillstand: Proteste und Festnahmen im Kapitol in Washington

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.