Gesellschaft

Der tägliche Wahnsinn – Monitor empört: Wo sind die schwulen Fußballer?

"Schöne neue Welt" oder einfach nur der normale Irrsinn? Täglich ist man als Medienkonsument mit Meldungen aus allen möglichen Themenbereichen konfrontiert, die man vor wenigen Jahren noch als Satire verbucht hätte. Wir präsentieren hier in loser Folge eine kleine Auswahl aktueller Fälle.
Der tägliche Wahnsinn – Monitor empört: Wo sind die schwulen Fußballer?
  • 17.06.2024 09:21 Uhr

    09:21 Uhr

    Monitor empört: Wo sind die schwulen Fußballer?

    Die WDR-Sendung Monitor vermisst bei der EM schwule Fußballer. Unter der Überschrift "Turnier der Toleranz?" heißt es in einem Instagram-Post von Monitor:

    "24 Nationalmannschaften mit jeweils bis zu 26 Spielern treten an – insgesamt über 600 Profifußballer. Doch keiner von ihnen hat sich bisher öffentlich als homosexuell geoutet."

    Ein X-Nutzer kommentierte voller "Entrüstung":

    "Offenbar spielen auch keine Frauen oder sonstigen Geschlechter bei der EURO mit!! Wie können DfB und UEFA sowas machen und ARD/ZDF kritiklos übertragen?"

  • 16.06.2024 15:50 Uhr

    15:50 Uhr

    "Eilmeldung: ZDF von Russia Today annektiert"

    Am 14. Juni berichtete das ZDF über den Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin über einen möglichen Waffenstillstand in der Ukraine und die prompte Ablehnung dieses Vorschlags durch Kiew. Während in dem Bericht selbst in der gewohnten Weise "eingeordnet" wird und die mainstreamkonformen Wertungen mitgeliefert werden, fiel die Ankündigung des Berichts auf der Plattform X notgedrungen kurz und nüchtern aus: 

    "Putin präsentiert Plan für Waffenstillstand – Ukraine lehnt ab."

    Das missfiel der 36-jährigen "politischen Analystin" der Deutschen Welle, Jessica Berlin, die ebenfalls auf dem Twitter-Nachfolger den ZDF-Post mit diesem Satz kommentierte: 

    "Eilmeldung: ZDF von Russia Today annektiert"

    Das wiederum entging RT-Chefin Margarita Simonjan nicht, die auf Telegram schrieb: 

    "Drei Jahre, nachdem Deutschland versucht hat, RT DE in den Asphalt zu trampeln, schaut sich die Deutsche Welle weiterhin bei allem nervös nach der Hand des Kremls um. Zittert, ihr Verrückten!"

    Ob das als Ankündigung der baldigen Übernahme des Zweiten Deutschen Fernsehens durch unser Medium zu werten ist?

  • 10:48 Uhr

    Nah am Leben: RBB empfiehlt Fluchttechniken für Angriffe

    Der öffentlich-rechtliche Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) gibt seinen Lesern auf Instagram Ratschläge, wie sie sich bei einem Angriff verhalten soll. Die absolut lebensnahen Empfehlungen des Senders: Laut schreien, so tun, als würde man sich auf den Angreifer übergeben, eine schlimme Krankheit simulieren – wie plötzliche Blindheit. Wir wünschen viel Erfolg.

  • 09:03 Uhr

    Polizei rät Fußballfans: Kifft doch einfach!

    Die Gelsenkirchener Polizei hat englischen Fußballfans empfohlen, lieber Cannabis zu rauchen, statt sich zu betrinken. Das berichtet das britische Boulevardblatt The Sun. Demnach sagte ein Polizeisprecher der Zeitung:

    "Wenn wir eine Gruppe von Menschen sehen, die Alkohol trinken und ein bisschen aggressiv aussehen, und eine andere Gruppe, die Cannabis raucht, schauen wir uns natürlich die Gruppe an, die Alkohol trinkt. Alkoholkonsum kann jemanden aggressiver machen, und das Rauchen von Cannabis versetzt die Menschen in eine entspannte Stimmung."

    Hintergrund der Aufforderung sind Sicherheitsbedenken vor dem Spiel zwischen England und Serbien am Sonntagabend. In der Veltins-Arena in Gelsenkirchen wird aufgrund dieser Bedenken nur Bier mit halbiertem Alkoholgehalt ausgeschenkt.

  • 14.06.2024 10:37 Uhr

    10:37 Uhr

    SPD-Esken polarisiert – mal wieder: Deportation/Remigration – alles das Gleiche

    Die SPD-Co-Vorsitzende Saskia Esken war zu Gast bei der Plaudertasche des ZDF, Markus Lanz. Das vorgesehene Thema war die Spurensuche zu den "Ursachen der Schlappe der SPD bei der Europawahl", so das ZDF ankündigend

    Für Frau Esken ist die AfD irgendwie an allem schuld, nicht die SPD-Politik samt Personal. Die Einblendung belegt, 570.000 ehemalige SPD-Wähler gaben der AfD ihre Stimme. Frau Esken erklärt dann wörtlich den Zuschauern und dem sichtlich irritierten Moderator:

    "Das Ergebnis war nicht anders zu erwarten."

    Für Esken hätte sich die unmittelbare AfD-Konkurrenz "über die letzten Monate und Jahre immer weiter radikalisiert", so für die SPD-Politikerin nachweislich belegt über "das Konzept von Deportationen von Migrantinnen und Migranten". Moderator Lanz befand dabei die Bezeichnung "rechtsradikal" für die gesamte AfD, als von Esken "pauschalisierend" formuliert und wahrgenommen.

    Lanz monierte zudem die Begriffsnutzung "Deportation", da dieses Wort weder in Potsdam (Causa Correctiv), noch von dem Politaktivisten Martin Sellner oder AfD-Mitgliedern je so genutzt wurde. Esken versuchte dennoch trotzig darzulegen, dass "Herr Sellner" dieses Wort regelmäßig nutzen würde, um vom Moderator diesbezüglicher Fehlwahrnehmung und Falschbehauptung mehrfach belehrt werden zu müssen. Esken erklärte wörtlich:

    "Dieses Neubesetzen von Begriffen, äh, alten Begriffen durch neue, auf der Rechten, bei der neuen Rechten, das kennen wir schon, das müssen wir hier, glaube ich, nicht debattieren."

    Esken wurde dann von dem Journalisten Michael Bröker (Medienunternehmen Table. Medianachdrücklich vorgeführt, als dieser den politischen Status quo der SPD samt Wahlergebnis sezierte:

  • 13.06.2024 20:07 Uhr

    20:07 Uhr

    Kanadas größte Krebshilfe-Stiftung entschuldigt sich für das Wort "Gebärmutterhals"

    Auf einer Seite, die Transgender-Personen ermutigen soll, zur Krebsvorsorge für Gebärmutterhalskrebs zu gehen, hielt es die Stiftung für nötig, sich für die Verwendung des Wortes "Gebärmutterhals" zu entschuldigen. Unter der Überschrift "Worte sind wichtig" steht dort:

    "Wir erkennen an, dass viele Transmänner und Nicht-Binäre gemischte Gefühle gegenüber Worten wie Gebärmutterhals empfinden oder sich davon distanziert fühlen. Sie mögen andere Worte bevorzugen, wie 'Vorderloch'. Wir erkennen die Begrenztheit der Worte an, die wir gebraucht haben, während wir auch die Notwendigkeit der Einfachheit anerkennen. Ein anderer Grund, warum wir Worte wie Gebärmutterhals gebrauchen, ist, um die Wirklichkeit normaler werden zu lassen, dass auch Männer diese Körperteile haben können."

    Diese sprachlichen Verrenkungen blieben allerdings in der Nicht-Trans-Öffentlichkeit Kanadas nicht unbemerkt und lösten teils recht heftige Reaktionen aus. Viele erklärten, nicht mehr an diese Stiftung spenden zu wollen.

    "Ich schätze, die Kanadische Krebsgesellschaft will unsere Spenden nicht. Warum sonst würden sie Frauen derart beleidigen."

    Auf X wurden die Kommentare teils noch deutlich schärfer.

    "Die Kanadische Krebsgesellschaft muss sich bei ALLEN Frauen dafür entschuldigen, weibliche Gebärmutterhälse 'Vorderlöcher' genannt zu haben. Wie abgrundtief beleidigend – insbesondere für alle Frauen, die unter Gebärmutterhals- oder Scheidenkrebs leiden.

    Die Kanadische Krebsgesellschaft erhält von mir keinen Penny mehr, bis sie diesen beleidigenden und herabsetzenden Begriff zurückzieht.

    Ich empfehle jeder biologischen Frau im Land und jenen, die sie lieben, die von 'Vorderlöchern' beleidigt sind, das Gleiche zu tun."

  • 12.06.2024 11:58 Uhr

    11:58 Uhr

    DDR und Migrationsprobleme in Deutschland? Bitte den 4. September 2040 vormerken

    Es existiert der Begriff des meist gut dotierten Daseins im geräumigen "Elfenbeinturm" und damit verbundenen entrückten, meist bürgerfernen Wahrnehmungen. Verlässt Protagonist X dann nach intensiver Gesellschaftsbetrachtung seine sonnengeflutete Dachterrasse, kann er subjektive Einschätzungen – sehr oft – in den Talkformaten von ARD und ZDF kundtun und dem "Fußvolk" wohlwollend vermitteln.

    So jüngst erneut geschehen und zu bewundern im ARD-Format Maischberger. Zum Gespräch wurde "Bundespräsident a.D. Christian Wulff" geladen, mit der Bitte den GEZ-Zahlern die "Ergebnisse der Europawahl" und seine subjektive "große Besorgnis", nachdrücklich zu erklären:

    Die Maischberger-Redaktion beschloss, folgenden Wortbeitrag des "Alt-Bundespräsidenten" zum Thema "Migrationspolitik" im Rahmen eines X-Postings, potenziellen GEZ-Verweigerern und "ARD-Nichtverstehern" nahezubringen. Bundespräsident a.D. Christian Wulff lamentierte orakelnd:

    "Also, ich rate uns, dass wir uns den 4. September 2040 im Kalender notieren. Das kann man ja heute im Handy machen, das ist ein Dienstag. Am 4. September 2040 wird es dann, in den noch existierenden Fernsehmedien und Internetmedien, wird es Sondersendungen geben: 25 Jahre Nichtschließung der Grenzen Deutschlands und ein weiter offen halten der Grenzen."

    Moderatorin Sandra Maischberger fragte irritiert bis amüsiert: "Wirklich?". Wulff führte weiter aus:

    "Und bei dieser Sondersendung wird man sagen, wir haben, wie bei der Deutschen Einheit, am Anfang völlig überrascht reagiert, wir haben eigentlich viele Fehler gemacht, wir haben vieles Falsch gemacht. Aber am Ende können wir uns auf die Schulter klopfen, dass wir Menschen, die in Ungarn, die in U-Bahnstationen (sic!) an Zäunen gerüttelt haben, mit Kleinkindern, dass wir die in unser Land gelassen haben.

    Und wir werden dann Olympiasieger haben, wir werden Forscher, Entwickler, wir werden Busfahrer, wir werden Eisenbahnschaffner, wir werden in allen Bereichen der Gesellschaft Menschen haben, die aus Syrien gekommen sind, aus Afghanistan, aus der Türkei und anderswo und gut in unserem Land integriert sind.

    Und auf die werden wir stolz sein, die wiederum haben Kinder und die werden wiederum an Universitäten sein, also das Thema Integration und Zuwanderung, das lässt sich in Deutschland eben fast gar nicht vernünftig diskutieren."

    Das aktuelle Problem der einfordernden Politik laute nun, bezogen auf die Ergebnisse der EU-Wahl, "die einen betonen immer die Vorteile, wie ich jetzt gerade" und "die anderen" würden demgegenüber "immer nur die Nachteile verteidigen". 

  • 11.06.2024 14:39 Uhr

    14:39 Uhr

    Nur 2,5 Prozent für die FDP in Ostdeutschland? Grund ist mangelndes Ukraine-Verständnis

    Die FDP in Deutschland gönnte sich zur EU-Wahl als Spitzenkandidatin ihre sehr spezielle "Oma Courage", die als "Euro-Fighterin" noch bis kurz vor der EU-Wahl ihre Kritiker nach ihrem Verständnis "bürgernah" als "Du Dödel" beschimpfte. Das Resultat für die FDP zeigte sich prompt am Wahlabend: Freundlich formuliert insgesamt als "Na ja" (5,4 Prozent), in Ostdeutschland allerdings mit nur 2,5 Prozent eher desaströs.

    Befragt nach den möglichen Gründen für die Verweigerungshaltung der Wähler in Ostdeutschland, zugunsten der FDP zu stimmen, antwortete der Parteivorsitzende Christian Lindner auf der Pressekonferenz der FDP zum Ergebnis der Europawahl am 10. Juni gewohnt nonchalant und spontan und zeigte sich erneut inhaltlich Lichtjahre von den Alltagsproblemen der Menschen dort entfernt:

    "Von dem, was ich wahrnehme mit den Gesprächen, die wir dort (äh) führen, muss nochmal deutlicher erklärt werden, warum wir die Ukraine unterstützen."

    Die Hilfen für die Ukraine – "wenn wir unterstützen" – seien laut Lindner dann "nicht gegen das russische Volk gerichtet", sondern gegen "Putin" und dessen "völkerrechtswidrige, aggressive" Politik. Es folgte ein kurzer Diskurs über die parteiinternen Wahrnehmungen der Probleme von Menschen in Polen und in der Ukraine, allerdings keineswegs über die Sorgen der Menschen in Ostdeutschland.

    Lindner erläuterte den anwesenden Journalisten dann eine vermeintlich notwendige "Erklärarbeit" der FDP in Ostdeutschland, der "wir – die FDP – uns nun neu und intensiv stellen" müssten.

  • 08:02 Uhr

    Mainstream-Medien monieren Wahl "putinfreundlicher Parteien" durch Ostdeutsche

    Mittlerweile hat man sich ja fast schon daran gewöhnt, dass Stimmen, die sich gegen Waffenlieferungen in die Ukraine und für eine Verhandlungslösung im Ukraine-Konflikt aussprechen, von den deutschen Mainstream-Medien als "putinhörig" oder "direkt vom Kreml gesteuert" diffamiert werden. Nichts Neues im Westen also, könnte man meinen.

    Doch nach der EU-Wahl, bei der die AfD und das "Bündnis Sahra Wagenknecht" in Ostdeutschland eindeutig zu den Gewinnern gehörten, üben sich die deutschen "Qualitätsjournalisten" natürlich in dem, was sie am besten können: Nachtreten. Allen voran natürlich Bild-Redakteur "Jihadi-Julian", der auf X/Twitter (im Übrigen auf Englisch) schrieb:

    "Die ehemals russisch besetzten Teile Deutschlands wollen wieder russisch besetzt sein.
    45,7 % stimmten für kremlnahe, antieuropäische Parteien, die die NATO verlassen und sich einem russisch geführten Sicherheitsapparat anschließen wollen.
    41,5 % stimmten für die Parteien der Regierungskoalition und die wichtigste Oppositionspartei."

    Doch nicht nur der Springer-Presse, auch weiteren Mainstream-Medien wie der Süddeutschen stieß das Wahlverhalten der Ostdeutschen sauer auf. So schrieb der SZ-Korrespondent Daniel Brössler:

    "Es stimmt sicher, dass viele Ostdeutsche sich das vereinigte Deutschland anders vorgestellt haben. Heute ist zu sagen: Viele Westdeutsche auch. Wer hätte 1990 gedacht, dass im Osten einmal 40 Prozent für Parteien stimmen, die Fremdbestimmung durch Moskau ganz ok finden."

    Angesichts der (potenziellen) Aussicht, wieder "fremdbestimmt" unter einer sowjetischen beziehungsweise russischen Verwaltung zu leben (statt einer transatlantischen), bleibt einem als Ostdeutscher natürlich nur eins zu sagen: Дружба!

  • 10.06.2024 18:25 Uhr

    18:25 Uhr

    Zur "Verteidigung der Demokratie"? Mann schenkt Wahlleitung in Basedow ein Messer

    Auch bei den gestrigen Wahlen blieben kuriose Vorfälle nicht aus: Wie der Nordkurier berichtet, kam in Basedow bei Malchin ein Mann mit einem Messer ins Wahllokal. Der Mann soll das Messer auf einen Tisch gelegt und gesagt haben:

    "Hier, damit ihr euch verteidigen könnt."

    Die Polizei nahm das Messer bei einer Kontrollfahrt zu den einzelnen Wahllokalen mit aufs Revier. Gegen den Mann werde nicht ermittelt, da es nicht verboten sei, ein Messer auf den Tisch zu legen, heißt es im Bericht. Gewählt hat der Mann dann übrigens nicht.

Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.