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Erdrutsch nach Starkregen: Santiago ruft Katastrophenalarm aus

Eine heftige Schlammflut hat am Donnerstag die Gemeinde Las Condes im östlichen Santiago getroffen. Intensive Regenfälle hatten einen plötzlichen Schlamm- und Geröllstrom aus den Andenvorbergen ausgelöst.

Mindestens sechs Menschen wurden verletzt, darunter ein einjähriges Kind – Todesfälle gab es keine. Die Mure riss Fahrzeuge, Trümmer und mindestens einen Bus durch die Straßen.

Ein Pkw-Fahrer filmte sein Unglück und ermöglichte somit einen bedrückenden Blick aus der Perspektive der Betroffenen vor Ort.

Mehr als 1.000 Personen wurden von den Rettungskräften unterstützt oder evakuiert. Chiles Präsident José Antonio Kast hat für Las Condes den Katastrophenzustand ausgerufen. Sein nationaler Vorsorgedienst "SENAPRED" verhängte den roten Alarm für zehn Gemeinden.

Schon seit Dienstag wird die chilenische Hauptstadt von starken Regenfällen und Gewittern heimgesucht. Auch im Winter hatte es ungewöhnlich viel geregnet. Die Behörden führen die Wetterlage auf das Klimaphänomen El Niño zurück. Er könnte zu den stärksten der vergangenen 50 Jahre zählen.

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