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Indiens Außenminister: Europäer können nicht erwarten, dass wir ihre Sicht auf Russland teilen

Indiens Außenminister Subrahmanyam Jaishankar hat beim Munich Leaders Meeting am Sonntag, dem 4. Oktober 2026, in Neu-Delhi die Beziehungen seines Landes zu Russland verteidigt.

"Für uns war Russland – und davor die Sowjetunion – ein Land, das in vielerlei Hinsicht an unserer Seite stand, als unsere Sicherheit und unsere territoriale Integrität bedroht waren. Und das zu einer Zeit, als ein großer Teil der Welt es vorzog, ein Militärregime in unserer Nachbarschaft zu unterstützen", erklärte Jaishankar. Der Außenminister sagte, dass Staaten andere Länder zwangsläufig vor dem Hintergrund ihrer eigenen historischen Erfahrungen betrachteten.

Jaishankar wies außerdem darauf hin, dass die Beziehungen inzwischen weit über die traditionelle Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung und Sicherheit hinausgingen. Sie umfassten heute unter anderem die Kooperation in der Kernenergie und Raumfahrt sowie Handel, Investitionen, Energie und andere Rohstoffe. Indien und Russland arbeiten zudem daran, ihre wirtschaftlichen Beziehungen weiter auszubauen. Beide Regierungen streben an, das bilaterale Handelsvolumen bis zum Jahr 2030 auf 100 Milliarden US-Dollar (88,8 Milliarden Euro) zu steigern.

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