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"Radikalität im fröhlichen Gewand" – So reagieren Medien und Politik nach AfD-Sieg

Nach dem deutlichen Wahlerfolg der AfD in Sachsen-Anhalt fiel die Berichterstattung der öffentlich-rechtlichen Medien sowie die Reaktion anderer Politiker mehr als ablehnend aus. Im ZDF wurde aus dem demokratischen Votum prompt eine "Radikalität im fröhlichen Gewand" und ein "tief gespaltenes Land" gemacht.

Die Vorsitzende der Linken im Bundestag, Heidi Reichinnek, warnte in der Tagesschau vor Angst und einer "Hölle" für Minderheiten. Zudem verwies sie darauf, dass insbesondere junge Menschen Angst vor der AfD hätten. Dabei wird sie in Echtzeit durch die Wählerstatistiken relativiert: Laut Nachwahlanalysen wurde die AfD gerade bei den jungen Wählern mit deutlichem Abstand stärkste Kraft.

Besonders scharf fiel der Auftritt von Linken-Chef Luigi Pantisano im ARD-Hauptstadtstudio aus. Er warf Tino Chrupalla vor, den Steuerzahlern "am tiefsten in die Tasche zu greifen". Außerdem bemängelte Pantisano die "Doppelmoral" der Partei: Jemand, dessen Co-Parteivorsitzende in der Schweiz mit einer Frau verheiratet sei und ein Kind erzöge, wolle anderen vorschreiben, wie sie zu leben hätten. Neben den Vorwürfen eines "dekadenten Lebens" gipfelte seine Attacke in der Aussage, Chrupalla sei die "größte Flachzange, die in Berlin rumläuft" – woraufhin der Moderator sofort einschritt und Pantisano zur Mäßigung mahnte.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) reagierte derweil mit bitterem Humor. Auf einer Theatergala bezeichnete er das Nachbarland mit einem Augenzwinkern als "geschichtlichen Unfall", den man bei der Neugründung der Länder besser aufgeteilt hätte.

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