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Wadephul: "Kein anderes Volk ist im Holocaust so mit Israel umgegangen wie wir"

Der deutsche Außenminister Johann Wadephul hat am Sonntag, dem 21. Juni 2026, beim sogenannten "Bürgerdialog", der während des Tages der offenen Tür im Bundestag stattfand, seine Einschätzung zur Beachtung des Völkerrechts geäußert.

"Natürlich wünscht sich jeder eine vollständige Zurückkehr, eine vollständige Rückkehr zu einer Situation, wo das Völkerrecht hoch anerkannt war", sagte der Außenminister und fügte hinzu, dass aber auch früher nicht alles besser gewesen sei. "Dieses Gebäude war aber nach dem Zweiten Weltkrieg auch mal der Sitz des Zentralkomitees der SED und das hat sich auch nicht so sehr an das Völkerrecht gehalten. Das muss man ehrlicherweise sagen", so Wadephul.

Als Außenminister müsse er zudem andere Aspekte einfließen lassen und sich überlegen, wie groß der Verstoß ist, wie andauernd der Verstoß ist und welche übrigen Beziehungen man zu dem Land hat, was möglicherweise verstößt. "Mal in einen Gesamtzusammenhang gestellt, muss ich das einbinden in unser Gesamtverhältnis zum Staat Israel und der Staat Israel ist der letzte Zufluchtsort, den Jüdinnen und Juden im Zweifel auf der Welt finden, und angesichts eines sich ausbreitenden Antisemitismus (…) und dafür haben wir Deutsche schon eine besondere Verantwortung, weil wir im Holocaust wie kein anderes Land, wie kein anderes Volk der Welt mit Israel umgegangen sind, mit Jüdinnen und Juden umgegangen sind."

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