
Pjöngjang: Vorwürfe einer Verwicklung der DVRK in Hackerangriff auf Binance sind Provokation

Die Vorwürfe einer Verwicklung der Demokratischen Volksrepublik Korea (DVRK) in den Hackerangriff auf die größte Kryptobörse Binance stellten "eine politische Provokation" seitens der USA dar. Dies erklärte Kim Yo-jong, die Abteilungsleiterin im Zentralkomitee der Arbeiterpartei der DVRK, die auch die Schwester des Obersten Führers Kim Jong-un ist. Sie wird von der staatlichen Koreanischen Zentralen Nachrichtenagentur (KCNA) mit den Worten zitiert:
"Das FBI versucht, die DVRK als 'сyberkriminellen Staat' zu brandmarken, und behauptet, Informationen darüber erhalten zu haben, dass eine von der DVRK 'unterstützte' Hackerorganisation in den Vorfall verwickelt war. Doch diese Behauptung der USA ist eine absurde Rhetorik."
Kim betonte, dies sei nicht das erste Mal, dass Washington die DVRK mit Vorfällen im Bereich der Cyberkriminalität in Verbindung bringe, die die internationale Aufmerksamkeit erregten. Sie bezog sich dabei auf einen Hackerangriff auf die Kryptowährungsbörse Bybit, der sich im vergangenen Jahr ereignet hatte. Damals hätten die USA auch versucht, die DVRK dafür verantwortlich zu machen.
Dieser Ansatz der USA ziele darauf ab, "das internationale Ansehen der DVRK" zu schädigen sowie deren "nationales Prestige" zu untergraben. Pjöngjang betrachtet diese Versuche als eine "schwerwiegende Verletzung der Souveränität der DVRK in einem neuen Bereich".
Kim zufolge nutze Washington die Cyber-Thematik als ein "Mittel zur Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder". Deswegen werde sich die DVRK "jeglicher bösartigen Handlungen im Cyberspace" widersetzen.
In der Nacht zum 30. Oktober wurde die größte Kryptobörse Binance gehackt. Nach Angaben der Börse selbst seien dabei die Vermögenswerte im Wert von rund 6,3 Milliarden US-Dollar betroffen. Die Börse kündigte an, Kunden zu entschädigen, deren Vermögenswerte bei dem Cyberangriff gestohlen wurden. Dafür werde das Unternehmen Gelder aus eigenen Einnahmen sowie einem Notfallfonds nehmen.

Am 31. Oktober hat das FBI die DVRK für den Diebstahl virtueller Vermögenswerte verantwortlich gemacht. In der offiziellen Mitteilung hieß es, dass die Attacke durch nordkoreanische Hacker der Gruppe TraderTraitor durchgeführt worden sei.
Das auf Blockchaindaten spezialisierte US-Unternehmen TRM Labs geht ebenfalls davon aus, dass die DVRK hinter dem Kryptodiebstahl steckt. Bei der Gruppierung TraderTraitor handele es sich um eine staatlich unterstützte Elite-Hackergruppe. Nach Angaben von TRM Labs steckte dieselbe Gruppierung auch hinter dem Hackerangriff auf die Kryptobörse Bybit im Februar 2025, bei dem 1,5 Milliarden US-Dollar entwendet worden seien.
US-Präsident Donald Trump hat diese Version nicht öffentlich bestätigt. Er erklärte, Washington wisse nicht, ob es tatsächlich die DVRK gewesen sei, und untersuche weiterhin die Umstände des Cyberangriffs. "Wir wissen nicht, ob es Nordkorea ist – aber falls es so ist, werden wir mit Nordkorea darüber sprechen", sagte Trump.
Mehr zum Thema – Binance mithilfe von KI gehackt: Größter Krypto-Diebstahl der Geschichte
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.