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Finnischer Meerbusen: Russische Grenzschützer halten Frachter auf dem Weg nach Estland an

Der unter zypriotischer Flagge fahrende Frachter Västerbotten war von Mönsterås in Schweden zum estnischen Hafen Sillamäe unterwegs. Im Finnischen Meerbusen wurde er in russischen Gewässern von Grenzschützern angehalten und lag einige Stunden vor Anker. Inzwischen hat das Schiff seinen Zielhafen erreicht.
Finnischer Meerbusen: Russische Grenzschützer halten Frachter auf dem Weg nach Estland anQuelle: Sputnik © Witali Timkiw

Die Västerbotten, ein Frachter Baujahr 2008, ist am 1. Oktober im Finnischen Meerbusen von russischen Grenzschützern angehalten worden. Das Schiff war von Mönsterås in Schweden nach Sillamäe in Estland unterwegs und passierte dabei russische Hoheitsgewässer, wie der estnische Rundfunk ERR berichtete. Die Västerbotten fährt unter der Flagge Zyperns, Eigentümer ist ein Unternehmen aus Niedersachsen.

Dem Schiffsverfolgungsdienst Vesselfinder zufolge lag der Frachter nach der Einfahrt in russische Territorialgewässer einige Stunden dort vor Anker. Vermutlich überprüften ihn in dieser Zeit die russischen Grenzschützer. Anschließend setzte die Västerbotten ihre Fahrt fort und erreichte laut Vesselfinder am Abend des 1. Oktober den Hafen von Sillamäe.

Russland, Estland und Finnland haben sich darauf verständigt, dass Schiffe russische Gewässer friedlich durchqueren dürfen. Kontrollen schließt das Durchfahrtsrecht allerdings nicht aus. Are Piel von der estnischen Transportverwaltung sagte gegenüber ERR, jedes Land dürfe Schiffe in seinen Territorialgewässern grundsätzlich überprüfen. Die friedliche Durchfahrt hebe dieses Recht des Küstenstaats nicht auf.

Zuvor im September hatte Norwegen auf Spitzbergen das russische Forschungsschiff Professor Moltschanow beschlagnahmen lassen. Wie das Büro des Gouverneurs von Spitzbergen mitteilte, wurde das im Hafen von Barentsburg liegende Schiff am Mittwoch festgesetzt, und zwar auf Anordnung des Bezirksgerichts Nord-Troms und Senja. Grund sei der Antrag des ukrainischen Unternehmens Naftogaz, das damit einen Schiedsspruch über 4,22 Milliarden US-Dollar durchsetzen will.

Mehr zum Thema – Norwegen beschlagnahmt russisches Schiff – Moskau spricht von Piraterie

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