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Liveticker Ukraine-Krieg: Alle drei Kiewer Heizkraftwerke stellen Stromerzeugung ein

Russland führt gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine Militäroperation in der Ukraine durch. Der Westen reagiert mit immer neuen Waffenlieferungen an die Ukraine und beispiellosen Sanktionen gegen Russland. Lesen Sie hier die neuesten Entwicklungen.
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  • 15.10.2026 17:59 Uhr

    17:59 Uhr

    Russlands Außenminister: Selenskij zeigt kein Interesse an Wahlen

    Der russische Außenminister, Sergei Lawrow, erklärte, dass Wladimir Selenskij keine Wahlen anstrebt, da er dafür unannehmbare Bedingungen gestellt hat. Lawrow sagte gegenüber Journalisten:

    "Herr Selenskij hat bereits klar zu verstehen gegeben, dass Wahlen ihn nicht interessieren, denn er hat dies mit Bedingungen verknüpft, die von vornherein inakzeptabel sind."

    Auf die Frage der Journalisten, ob Moskau zu Zugeständnissen bereit sei, sollten in der Ukraine dennoch Präsidentschaftswahlen stattfinden, antwortete Lawrow, man werde nicht spekulieren. Gleichzeitig warnte er davor, dass es keinen Waffenstillstand geben werde, nur um Selenskij wieder auf Kurs zu bringen und mit Waffen auszustatten.

  • 17:31 Uhr

    Selenskij: Ukraine wird Angriffe auf russische Ölraffinerien wieder aufnehmen

    Wladimir Selenskj kündigt neue Angriffe auf russische Ölraffinerien an und wirft Donald Trump vor, Moskau zu begünstigen. Der Streit um Einschränkungen bei US-Geheimdienstinformationen und Starlinksystemen verschärft die Spannungen zwischen Washington und Kiew. Selenskij erklärt, er fühle sich von Trump "verraten".

    Lesen Sie dazu mehr hier auf unserer Webseite.

  • 17:09 Uhr

    Lawrow: Russland hat keine offiziellen Vorschläge für Friedensplan erhalten

    Der russische Außenminister Sergei Lawrow erklärte, dass Moskau keine offiziellen Vorschläge für einen Friedensplan erhalten hat. Lawrow sagte:

    "Diese Verweise auf die Washington Post, die New York Times und andere Quellen lesen wir natürlich, da sie derzeit weitverbreitet sind. Doch wir haben keinerlei offizielle Vorschläge erhalten."

    Laut Lawrow sehen die in die Presse gelangten Informationen vier Punkte vor, der letzte davon eine sofortige Waffenruhe entlang der Kontaktlinie. In den von dem Außenminister gesehenen Materialien gebe es jedoch keine Ideen dafür, wie man zu einem langfristigen, stabilen Frieden und nicht zu einer Waffenruhe gelangen könne, die Lawrow zufolge "von der Ukraine und ihren europäischen Herren" verletzt würde.

  • 16:41 Uhr

    LVR: Zwei Verletzte nach ukrainischen Drohnenangriffen

    Bei Drohnenangriffen der ukrainischen Streitkräfte auf die Volksrepublik Lugansk sind zwei Einwohner verletzt worden. Sie werden medizinisch versorgt, teilte der Chef der Volksrepublik, Leonid Passetschnik, in Max mit.

    Im Bezirk Troizkoje habe eine ukrainische Drohne das Gelände vor einem Wohnhaus getroffen. Dabei sei eine auf einem Fahrrad vorbeifahrende Frau verletzt worden. Auf dem Straßenabschnitt Schulginka–Nowoaidar sei ein Pkw angegriffen und der Fahrer verletzt worden.

    Zudem wurden laut Passetschnik in mehreren Bezirken durch ukrainische Angriffe Wohnhäuser, Autos und kommunale Infrastruktur beschädigt. Innerhalb eines Tages wurden über dem Gebiet der Volksrepublik rund 70 Luftziele zerstört.

  • 16:14 Uhr

    Puschkow: Westliche Medien richten Kritik zunehmend gegen die Ukraine

    In der Berichterstattung westlicher Medien über die Ukraine hat sich nach Einschätzung des russischen Senators Alexei Puschkow ein deutlicher Wandel vollzogen. Statt Russland zu verurteilen, analysieren die Medien laut Puschkow zunehmend, warum die Ukraine keine friedliche Lösung des Konflikts anstrebt.

    Dies bedeute allerdings nicht, dass die antirussische Berichterstattung in westlichen Medien nachgelassen habe. Vielmehr habe sich der Schwerpunkt der Kritik verschoben. Statt Russlands Vorgehen stünden nun die Handlungen der ukrainischen Führung und die Frage, wie lange der Konflikt aufgrund ihrer fehlenden Bereitschaft zu einer friedlichen Regelung noch andauern werde, im Mittelpunkt, so der Senator.

    Darüber hinaus sei die Ukraine in der Tagesordnung der UN-Generalversammlung in den Hintergrund gerückt. Während sie vor einigen Jahren noch eines der zentralen Themen gewesen sei, spiele sie inzwischen eine geringere Rolle.

    In diesem Zusammenhang verwies er auf Äußerungen von US-Präsident Donald Trump, wonach Russland Friedensbereitschaft zeige, während dies bei der Ukraine nicht der Fall sei.

  • 15:43 Uhr

    Rosatom-Chef meldet Beginn der Feuerpause für Reparaturen am Wärmekraftwerk Saporoschje

    Alexei Lichatschow, der Chef des russischen staatlichen Energiekonzerns Rosatom, gab bekannt, dass am 15. Oktober eine Feuerpause für Reparaturen am Wärmekraftwerk Saporoschje begann. Die Maßnahme wurde der Pressemitteilung von Rosatom zufolge mit der IAEA sowie den russischen Verteidigungs- und Außenministerium abgestimmt. Lichatschow erklärte:

    "Ich hoffe sehr, dass die Feuerpause eingehalten wird. Wir werden alle Instandsetzungsarbeiten abschließen und damit die energetische Sicherheit des Kernkraftwerks Saporoschje erhöhen."

    Die Arbeiten betreffen Anlagen des Wärmekraftwerks, über die die Leitung Ferrosplawnaja an das Kernkraftwerk angeschlossen ist. Von deren zuverlässigen Betrieb hängt die Stromversorgung der Sicherheits- und Kühlsysteme der Reaktoren ab.

  • 15:15 Uhr

    Selenskij kritisiert Trump und Musk: Ich fühle mich betrogen

    In einem schonungslos offenen Gespräch mit Piers Morgan hat der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump und Tech-Milliardär Elon Musk erhoben.

    Angesichts von Trumps jüngsten Absprachen mit Russlands Präsident Wladimir Putin und massiven russischen Angriffen auf das ukrainische Energienetz sprach Selenskij offen von Enttäuschung und dem Gefühl des Verrats.

    Für die Ukraine gehe es dabei nicht um Deals, sondern um die schiere physische Existenz des Landes und seiner Menschen, erklärte der Politiker. Besonders scharf kritisierte Selenskij die angebliche Drosselung des Starlink-Netzwerks durch Musk und bezeichnete diesen Schritt als fatalen Fehler, der Menschenleben koste.

    Er forderte die unverzügliche Reaktivierung des für die Verteidigung essenziellen Dienstes. Zugleich warnte der ukrainische Staatschef Trump davor, die Rolle des neutralen Vermittlers aufzugeben und sich auf die falsche Seite der Geschichte zu stellen.

    Ein Video dazu gibt es hier auf unserer Webseite.

  • 15:00 Uhr

    Drei Kiewer Heizkraftwerke können keinen Strom mehr erzeugen

    Nach Angaben des ukrainischen Nachrichtenportals Ekonomitscheskaja Prawda haben drei Heizkraftwerke in Kiew ihre Stromerzeugung vollständig eingestellt. Betroffen sind die Heizkraftwerke TEZ-5 und TEZ-6 sowie das Darnizkaja-Heizkraftwerk. Laut dem Portal deckten diese Anlagen den Großteil der Stromerzeugung für die ukrainische Hauptstadt ab.

    Vor diesem Hintergrund dürfte sich die Stromversorgung im Winter weiter verschärfen. Selbst im optimistischsten Szenario könnten die Stromabschaltungen acht bis zehn Stunden täglich dauern. Bei starkem Frost und weiteren Schäden an der Energieinfrastruktur seien sogar Abschaltungen von bis zu 20 Stunden pro Tag möglich, heißt es in dem Bericht.

    Bereits im August hatte der ukrainische Energieexperte Juri Koroltschuk erklärt, dass große Heizkraftwerke, die im Winter ganze Stadtviertel Kiews mit Wärme versorgen, bis zum Beginn der Heizperiode voraussichtlich nur zu 50 bis 70 Prozent wiederhergestellt werden könnten. Dadurch könnten die Temperaturen in den Wohnungen auf sehr niedrige Werte sinken.

    Auch andere ukrainische Vertreter haben vor einem schwierigen Winter gewarnt. Ministerpräsident Sergei Korezki erklärte zuvor, dass der kommende Winter schwieriger werden könnte als der vorherige. Anfang September rief die Abgeordnete der Werchowna Rada, Solomija Bobrowskaja, die Bevölkerung dazu auf, sich auf die kalte Jahreszeit vorzubereiten, Kiew gegebenenfalls zu verlassen und Brennholz zu kaufen. Sergei Beskrestnow, Berater des ukrainischen Verteidigungsministers, empfahl den Bürgern zudem, sich rechtzeitig mit Generatoren, Akkus und Benzin einzudecken.

  • 14:50 Uhr

    Lettlands Premier: Ein Bier weniger für Europäer – mehr Geld für Kiew?

    Der lettische Ministerpräsident Andris Kulbergs hat die Europäer dazu aufgerufen, weniger Bier zu trinken, um zusätzliche Mittel für die Unterstützung der Ukraine bereitzustellen. Bei seiner Ankunft zum EU-Gipfel in Brüssel vor Journalisten sagte er:

    "Die Unterstützung der Ukraine kostet Geld. Das entspricht einem Glas Bier pro Jahr oder sogar weniger für jeden Europäer. Das können wir uns leisten. Wir werden weniger trinken, und ihr Leben wird in Sicherheit sein."

    Der Vorstoß erfolgt vor dem Hintergrund anhaltender Debatten im Westen über die Finanzierung der Ukraine-Hilfe. Neue Hilfspakete werden häufig erst nach langwierigen Diskussionen bewilligt. Zugleich fordern westliche Partner Kiew zunehmend auf, verstärkt eigene Finanzierungsquellen zu erschließen, um den ukrainischen Haushalt zu entlasten.

  • 14:34 Uhr

    Peskow: US-Friedensbemühungen scheitern an Kiews fehlender Bereitschaft zum Frieden

    Die USA bemühen sich nach Angaben des Kremls intensiv um eine Beilegung des Ukraine-Konflikts. Diese Bemühungen scheiterten bislang jedoch am fehlenden Friedenswillen der ukrainischen Führung und von Präsident Wladimir Selenskij persönlich, erklärte Kremlsprecher Dmitri Peskow vor Journalisten.

    Als Hindernis für die Friedensbemühungen nannte Peskow auch die anhaltenden ukrainischen Angriffe auf russische Ölraffinerien und andere Energieanlagen. Damit stelle sich Kiew nach seiner Darstellung den Bemühungen der USA entgegen. Peskow verwies in diesem Zusammenhang auf eine Äußerung des russischen Vizepremierministers Alexander Nowak vom Vortag, wonach die Ukraine faktisch kein Moratorium für Angriffe auf russische Energieanlagen eingehalten habe. Peskow sagte:

    "Die Angriffe auf unsere Ölraffinerien und Energieanlagen wurden in den vergangenen Tagen fortgesetzt. Insofern gibt es hier nichts Neues."

    Zuvor hatte Selenskij erklärt, das Verbot von Angriffen auf russische Ölraffinerien aufgehoben zu haben, obwohl die USA dazu aufgerufen hatten, solche Angriffe einzustellen.

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Am 24. Februar kündigte der russische Präsident Wladimir Putin an, gemeinsam mit den Streitkräften der Donbass-Republiken eine militärische Spezialoperation in der Ukraine zu starten, um die dortige Bevölkerung zu schützen. Die Ziele seien, die Ukraine zu entmilitarisieren und zu entnazifizieren. Die Ukraine spricht von einem Angriffskrieg. Noch am selben Tag rief der ukrainische Präsident Wladimir Selenskij im ganzen Land den Kriegszustand aus.
Der Westen verurteilte den Angriff, reagierte mit neuen Waffenlieferungen, versprach Hilfe beim Wiederaufbau und verhängte Sanktionen gegen Russland.
Auf beiden Seiten des Konfliktes sind zahlreiche Soldaten und Zivilisten getötet worden. Moskau und Kiew haben sich gegenseitig verschiedener Kriegsverbrechen beschuldigt. Tausende Ukrainer sind mittlerweile aus ihrer Heimat geflohen.