
Erstmals in Deutschland erworbene Sindbis-Infektion nachgewiesen

Das Robert-Koch-Institut (RKI) ließ diese Woche in seinem Epidemiologischen Bulletin verlautbaren, dass erstmals in Deutschland eine autochthone, das heißt nicht im Ausland erworbene Infektion mit dem Sindbis-Virus nachgewiesen werden konnte.
Demnach war im Juli 2026 ein Mann aus Baden-Württemberg an einer Infektion mit dem Sindbis-Virus (SINV) erkrankt. Labordiagnostisch bestätigt wurde die SINV-Infektion allerdings erst im September. Der Patient litt dem RKI zufolge unter Fieber, Hautausschlag und Gelenkschmerzen.

Da der Mann in einer Gegend lebt, in der die Asiatische Tigermücke heimisch geworden ist, gingen die behandelnden Ärzte zunächst von einer Infektion mit dem Chikungunya-Virus aus, das eine ähnliche Symptomatik hervorruft. Eine Infektion mit dem Chikungunya-Virus ließ sich jedoch labordiagnostisch nicht nachweisen.
Eine weitere Untersuchung führte zu dem Ergebnis, dass der Mann Antikörper besitzt, die auf eine Infektion mit dem Sindbis-Virus hindeuten. Da eine SINV-Infektion während einer Reise außerhalb Baden-Württembergs für den Betroffenen ausgeschlossen werden kann, stufen Experten den Fall des baden-württembergischen Patienten als erste autochthone SINV-Infektion in Deutschland ein.
Der Mensch ist eigentlich ein Fehlwirt für das Sindbis-Virus. Es kursiert unter heimischen Stechmücken und Vögeln. Letztere dienen als Wirte für die Vermehrung des Virus. Eine Weiterübertragung von infizierten Menschen zu einem anderen über einen Mückenstich gilt als äußerst unwahrscheinlich. Das Virus ist schon seit längerer Zeit in Deutschland existent. Der erste Nachweis bei Stechmücken erfolgte im Jahr 2009, bei Vögeln dann im Jahr 2014.
Für den Menschen galt eine Sindbis-Erkrankung bisher als reine Reiseinfektion, das heißt, Touristen steckten sich im Ausland an und brachten die Infektion nach Deutschland mit. In Finnland und Schweden gibt es die Erkrankung schon länger, sie heißt dort Pogosta- oder Ockelbo-Krankheit.
Allerdings ist durchaus möglich, dass es bereits früher autochthone, aber unerkannt gebliebene SINV-Infektionen in Deutschland gab. Denn laut RKI verlaufen Infektionen mit dem Sindbis-Virus häufig asymptomatisch oder mit nur milden Symptomen.
Die üblichen Symptome sind relativ unspezifisch und ähneln denen anderer Krankheiten, etwa der durch das Chikungunya-Virus hervorgerufenen Erkrankung. Das RKI nennt Fieber, Hautausschläge und Gelenkschmerzen beziehungsweise eine Arthritis als übliche Merkmale. Die Gelenkbeschwerden können sich dabei über einen längeren Zeitraum erstrecken. Schwere neurologische Verläufe kommen zwar vor, stellen jedoch die Ausnahme dar. Selten sind bei SINV-Infektionen Krankenhausaufenthalte nötig.
Das RKI rät Medizinern, in Zukunft bei den entsprechenden Symptomen auch eine SINV-Infektion in Betracht zu ziehen, besonders während der Stechmückensaison. Dies gelte künftig auch, wenn der Patient keine Auslandsreise unternommen habe und Tests auf Dengue- und Chikungunya-Fieber negativ ausfielen.
Mehr zum Thema - Russland entwickelt Impfstoff gegen Denguefieber
Durch die Sperrung von RT zielt die EU darauf ab, eine kritische, nicht prowestliche Informationsquelle zum Schweigen zu bringen. Und dies nicht nur hinsichtlich des Ukraine-Kriegs. Der Zugang zu unserer Website wurde erschwert, mehrere Soziale Medien haben unsere Accounts blockiert. Es liegt nun an uns allen, ob in Deutschland und der EU auch weiterhin ein Journalismus jenseits der Mainstream-Narrative betrieben werden kann. Wenn Euch unsere Artikel gefallen, teilt sie gern überall, wo Ihr aktiv seid. Das ist möglich, denn die EU hat weder unsere Arbeit noch das Lesen und Teilen unserer Artikel verboten. Anmerkung: Allerdings hat Österreich mit der Änderung des "Audiovisuellen Mediendienst-Gesetzes" am 13. April diesbezüglich eine Änderung eingeführt, die möglicherweise auch Privatpersonen betrifft. Deswegen bitten wir Euch bis zur Klärung des Sachverhalts, in Österreich unsere Beiträge vorerst nicht in den Sozialen Medien zu teilen.
