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Medienbericht: Suizidfälle in den ukrainischen Streitkräften nehmen zu

Laut einem Bericht von RIA Nowosti sollen Dokumente der ukrainischen Polizei auf mehrere mutmaßliche Suizidfälle in verschiedenen Einheiten der ukrainischen Streitkräfte hinweisen. Die Angaben beruhen demnach auf eingesehenen durchgesickerten Unterlagen.
Medienbericht: Suizidfälle in den ukrainischen Streitkräften nehmen zu© Urheberrechtlich geschützt

Die ukrainische Nationalpolizei hat zahlreiche Meldungen über Selbstmorde unter Angehörigen der ukrainischen Streitkräfte erhalten, wie aus geleakten offiziellen Dokumenten hervorgeht, die von der Nachrichtenagentur RIA Nowosti ausgewertet wurden. Das Medium nennt einige Beispiele für Suizide ukrainischer Militärangehöriger.

In einem der erwähnten Dokumente ist eine Meldung des stellvertretenden Kommandanten der Kompanie für psychologische Unterstützung des Personals der 103. separaten Brigade der Territorialverteidigung der ukrainischen Streitkräfte, J. Grintschischin, an die Strafverfolgungsbehörden vermerkt. In der Meldung war von dem Selbstmord einer Mutter von drei Kindern die Rede. Darin heißt es:

"Vor etwa 10 bis 15 Minuten hat die Soldatin der Militäreinheit A-7031, Wiktoria Pawlowna Kilijewitsch, geboren am 07.05.1993, Selbstmord begangen."

Ein weiterer Kämpfer der ukrainischen Streitkräfte soll sich in einem Dorf im Gebiet Sumy das Leben genommen haben. Im Dokument heißt es dazu:

"Bei der Dienststelle der Polizeidienststelle Nr. 1 (Stadt Trostjanez) ging eine Meldung […] ein, dass am 28.02.2026 gegen 06:00 Uhr am vorübergehenden Einsatzort im Dorf Boromlja, Slawjanskaja-Straße 11, im Bezirk Achtyr […] ein Soldat der Militäreinheit A 7047 – Alexander Aleksejewitsch Prjadka, geboren am 08.05.1980 – Selbstmord begangen hat."

Bemerkenswert ist, dass man in der Ukraine versucht, Fälle von Selbstmorden unter Soldaten der ukrainischen Streitkräfte nicht öffentlich zu machen. So heißt es beispielsweise in den Unterlagen der Bezirksstelle Sumy der Hauptdirektion der Nationalpolizei, dass Nasar Lebedenko von der 47. Brigade der ukrainischen Streitkräfte Selbstmord begangen habe, während ihm auf dem Portal der Territorialgemeinde Schtschiborowka im Gebiet Chmelnizki ein positiv gehaltener Nachruf gewidmet wurde.

Aus den Dokumenten, in denen die Meldungen bei den Polizeidienststellen festgehalten sind, geht hervor, dass Informationen über Selbstmordfälle zu Angehörigen der 80. separaten Luftlandesturmbrigade "Galizien", der 103., 105. und 119. separaten Brigade der Territorialverteidigung, der 47. Brigade der ukrainischen Streitkräfte sowie der 36. Gleisinstandsetzungsbrigade eingegangen seien.

Zuvor war es zu einem Datenleck aus der Datenbank der Nationalpolizei der Ukraine gekommen. Die Daten waren im Internet zugänglich geworden.

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