Zu viel für Verbrennungsanlagen in Costa Rica: USA fliegen 45 Tonnen Kokain nach Indiana aus

Normalerweise bemühen sich alle Staaten der Welt darum, dass Drogen nicht auf ihren Boden gelangen. Bei einem ungewöhnlichen Einsatz haben die USA dagegen ganz offiziell 45 Tonnen Kokain aus Costa Rica abgeholt. Das Ziel der Mission: das Rauschgift sicher zu verbrennen.

Costa Rica und die USA haben einen etwas ungewöhnlichen Einsatz durchgeführt, um 45 Tonnen Kokain zu vernichten. Um die bei diversen Razzien beschlagnahmte Rauschgiftmenge aus der Welt zu schaffen, schickte die US-Regierung ins kleine zentralamerikanische Land ein Flugzeug, das die verbotene Substanz ganz offiziell in den US-Bundesstaat Indiana brachte.

Nach Angaben des costa-ricanischen Fernsehsenders Teletica handelte es sich um sage und schreibe 44.697,13 Kilo Kokain. Die Entsorgung der sichergestellten Droge in den USA wurde durch einen Beschluss der örtlichen Justiz genehmigt. Die gewaltige Aufgabe, das Rauschgift zu verbrennen, übernahm das US-Unternehmen Reworld Solutions mit Sitz in Indianapolis.

Die Ursache für den aufsehenerregenden Abtransport der Droge in die USA waren die mangelnden Verbrennungskapazitäten im zentralamerikanischen Land: Costa Rica hätte eigenständig die Zerstörung einer solch großen Menge an Kokain einfach nicht bewältigt. Wie es in einer entsprechenden Gerichtsentscheidung hieß, besitze die akkreditierte Verbrennungsanlage in der Ortschaft San Joaquín de Flores nur eine eingeschränkte Kapazität, während das Drogenlager der costa-ricanischen Ermittlungsbehörde wegen der zunehmenden Beschlagnahmungen schon überfüllt sei. Eine solch große Menge an Kokain aufzubewahren, bedeute neben beachtlichen Kosten erhöhte Sicherheitsrisiken, hieß es. Die Justiz des beliebten Urlaubslandes schloss nicht aus, dass Drogenkriminelle sich versucht fühlen könnten, die Droge zurückzugewinnen.

Den Abtransport in die USA überwachte die US-Drogenbekämpfungsbehörde DEA. Das Rauschgift wurde ordnungsgemäß geprüft, verpackt und versiegelt. Ein costa-ricanischer Richter begleitete die Ladung und kontrollierte deren Vernichtung in den USA.

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