Sofort nach Bekanntgabe durch das Weiße Haus klagten zahlreiche Organisationen, darunter Kenias Ärzteverband, gegen das US-Quarantänezentrum. Im Eilverfahren wurde schon am Folgetag der Klage stattgegeben und ein Baustopp verhängt – doch die USA setzten ihre Bauarbeiten fort.
Am Montag zogen Hunderte Demonstranten durch die Kleinstadt Nanyuki, in deren Nähe der Flughafen liegt. Es kam zu schweren Auseinandersetzungen mit der Polizei, bei denen mindestens zwei Menschen erschossen wurden.
In Reaktion auf die massiven Proteste und um die fortgesetzte Bautätigkeit der US-Amerikaner am Flughafen Laikipia zu erklären, verkündete Kenias Präsident am Montagabend in einer Rede an die Nation:
"Ich habe das Okay gegeben, weil es sich um ein Abkommen im Rahmen einer Partnerschaft handelt, mit Freunden, die schon seit 30, 40 Jahren Kenia unterstützen."
Doch statt, wie offenbar beabsichtigt, die Wogen zu glätten, fachten diese Worte die landesweiten Proteste nur weiter an.
Mehr zum Thema – Ebola-Verdachtsfall in São Paulo