Möglicher Messerangriff in München

Wie sagte das einst die Grüne Göring-Eckart? "Unser Land wird sich ändern, und zwar drastisch. Und ich freue mich darauf." In München gab es am Abend des 1. Juli einen Kampf mit einem Schwerverletzten, und am Mittag eine Sprengstoffdrohung …

München durfte in den vergangenen Wochen fast täglich einen Großeinsatz der Polizei erleben. Zuletzt gab es die Meldung, im Sozialbürgerhaus in der Knorrstraße in Milbertshofen (das auch Sitz des Jobcenters ist) habe es eine Sprengstoffdrohung gegeben; nun wurde veröffentlicht, dass am selben Abend am Harras im Zuge einer Auseinandersetzung zwischen "zwei Männern" ein 16-Jähriger schwer verletzt worden sein soll. So schwer, dass er notoperiert werden musste, sich aber mittlerweile außer Lebensgefahr befindet.

Von diesem letzten Vorfall ist bisher noch nicht einmal genau bekannt, welcher Art die schweren Verletzungen waren. Allerdings sind lebensgefährliche Verletzungen am Oberkörper nur entweder das Ergebnis so schwerer Schläge, dass Rippen brechen, oder des Einsatzes einer Waffe. Die Wahrscheinlichkeit ist also hoch, dass es sich wieder einmal um einen Messerangriff handelte.

Gegen 20:50 Uhr sei die Polizei zu einer Auseinandersetzung gerufen worden, die im McDonald’s am Harras begonnen und sich dann vor die Postbank an der entgegengesetzten Seite des Platzes fortgesetzt hatte. Allerdings war zum Zeitpunkt des Eintreffens der Beamten der Angreifer nicht mehr vor Ort. 40 Beamte wurden eingesetzt, um ihn noch zu ergreifen (und die Spuren zu sichern), allerdings vergebens – was nicht verwundert angesichts der Tatsache, dass der Harras ein Verkehrsknotenpunkt ist, von dem aus U- und S-Bahnen wie auch eine Reihe von Buslinien fahren. Gleichzeitig heißt das allerdings auch, dass im Bereich der U-Bahn-Ausgänge eine ganze Reihe Überwachungskameras in Betrieb sind. Auch wenn die Polizei derzeit mit Aufrufen nach weiteren Zeugen sucht, ist anzunehmen, dass demnächst ein Fahndungsfoto des mutmaßlichen Täters auftauchen wird.

Die Ermittlungen liegen nach Angaben der Polizei beim Kommissariat 11, das für Tötungsdelikte zuständig ist, was bedeutet, dass die Ermittlungen zumindest von versuchtem Totschlag ausgehen dürften.

Weitere Details über die beiden Beteiligten sind bisher nicht bekannt. Der Mann, der in Milbertshofen mit Sprengstoff gedroht, aber letztlich doch keinen bei sich hatte, wurde festgenommen. Zwei Großeinsätze an einem einzigen Tag, mit insgesamt 120 Beamten.

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